Die Geschichte des SV Großaltdorf

Am 19. Feburar 1963 trafen sich die Großaltdorfer in der „Krone“ in Kleinaltdorf und gründeten den Sportverein Großaltdorf. Dass in Großaltdorf Interesse an der Ausübung neuer Sportarten und an der Gründung eines gemischten „Großvereins“ bestand, bewies die gut besuchte Gründungsversammlung. Während der Schützenverein Großaltdorf ein abwartende Stellung einnahm , schloss sich der Tischtennisclub als Abteilung dem neu gegründeten Sportverein an. Einstimmig und mit Beifall wurde Franz Andraschko zum 1. Vorsitzenden des SV Großaltdorf gewählt. Den 2. Vorsitz übernahm Walter Edelmann. 

In der ersten Ausschusssitzung am 07. März 1963 legte man den Mitgliedsbeitrag fest. Bei Aufnahme eines neuen Mitglieds in den Verein wurde eine einmalige Aufnahmegebühr von 1 DM erhoben. Der monatliche Beitrag für Mitglieder über 18 Jahre betrug ebenfalls 1 DM – ein Jahresbeitrag von 12 DM! 

Bereits im Herbst des Gründungsjahres wurde mit dem Bau des Sportplatzes beim heutigen Vereinsheim begonnen. Die Einweihung fand mehr als ein Jahr später am 23. Mai 1965 statt.  

Im Jahr 1965 zählte der Sportverein bereits 123 Mitglieder. Zwar gab es nun einen neuen Sportplatz außerhalb der Ortschaft, Umkleidemöglichkeiten waren zu dieser Zeit aber noch nicht vorhanden. Daher wurden kurzerhand Umkleideräume im Gasthaus „Krone“ geschaffen, das bis dahin nicht nur als Vereinslokal diente, sondern auch der bisherige Spielort der Tischtennisabteilung war. Erst im Herbst 1965 konnten sich die Fußballer in der neu errichteten Wurstbude direkt am Sportplatz umziehen. Das Training der Fußballmannschaften fand in den Wintermonaten bei Autoscheinwerferlicht statt, bis der Verein 1968, drei Jahre später, eine Flutlichtanlage am Sportplatz errichten konnte.

1966/1967 baute die Gemeinde Großaltdorf schließlich die Turn- und Festhalle. Schnell war klar, dass die Gründung einer Turnabteilung nur eine Frage der Zeit war. 1969 konnte diese Turnabteilung mit der Wahl der ersten Abteilungsleiterin Ruth Edelmann dann auch offiziell in die Bücher eingetragen werden. 

In der Saison 1970/1971 gelang der 1. Mannschaft mit dem Gewinn der Meisterschaft im Fußball der Aufstieg in die heutige Kreisliga A 2. 

Der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim wurde über die Jahre immer größer, sodass der Ausschuss im Jahr 1971 beschloss, eine alte Baracke zu erwerben, um diese als Vereinsheim zu benutzen. Diese Baracke wurde zunächst in Bubenorbis bei Michelfeld abgebaut und in Großaltdorf aufgebaut. Gastraum, Verkaufsraum und Umkleiden waren vorhanden – was fehlte waren Toiletten. Hier half nur der Gang zum nahe gelegenen Wald. 1973 fand der Anbau von Toiletten schlussendlich statt – natürlich in Richtung Wald. 

1976 wollten nicht nur die Herren Tischtennis spielen, sondern auch die Damen, weshalb es erstmals in der Geschichte eine Damenmannschaft beim SV Großaltdorf gab. Diese wurde leider mit dem Ende der Spielrunde 1982/1983 wieder aufgelöst.

1981 wurde der zweite Sportplatz am Wald durch die Gemeinde Vellberg angelegt – das heutige Waldstadion. Zunächst ebneten amerikanischen Streitkräfte mit Planierraupen das ehemalige Auffüllgelände im Geißholz, ehe der Platz mit Straßenaushub aus Vellberger Siedlungen gesichert werden konnte. Tore, Barrieren und einen Ballfangzaun stellte der SV Großaltdorf in Eigenregie auf. 

1984 entstand der Plan für eine Erweiterung des Sportheims. Der Barackenteil wurde daraufhin abgerissen und als neues Obergeschoss wie der Rest des Vereinsheims in Massivbau überführt. Das umfangreiche Bauprojekt ermöglichte ein neues Dach mit zugänglichem Bühnenboden, eine Küche mit Nebenräumen, einen neuen Gastraum mit Theke sowie eine überdachte Terrasse. Mehr als 160 Mitglieder waren am Umbau freiwillig beteiligt und erbrachten 4200 Arbeitsstunden. 

Nach mehr als 20 Jahren übergab Gründungsvostand Franz Andraschko den ersten Vorsitz im Jahr 1984 an Walter Neumann. 

Das Sportheim konnte im Oktober 1985 offiziell eingeweiht werden. Neben zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden konnte der Neubau auch durch die Spenden der SVG-Mitglieder realisiert werden. Bereits in den beiden Jahren darauf bauten die Großaltdorfer fleißig weiter. Einen Grillplatz in Richtung Schützenverein, einen neuen Ballfangzaun und nicht zuletzt den Geräteschuppen mit Wurstverkauf am Waldstadion. 

1988 feierte der SV Großaltdorf sein 25-jähriges Jubiläum. Das große Fest fand mit großer Teilnehmerzahl unter freiem Himmel direkt auf dem Sportgelände beim Vereinsheim statt. 

Das Gelände am Geißholz bekam 1988 auch neue Parkplätze, die entlang des Herdweges angelegt wurden und den früheren Holzlagerplatz ersetzten. Der alte Sportplatz wurde 1990 grundlegend saniert. 

In der Saison 1989/1990 gelang der 1. Mannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. Nach vier Jahren in der Bezirksliga stieg der SVG wieder in die Kreisliga ab.

1998 feierte die Ortschaft Großaltdorf das 1150-jährige Bestehen. Zu diesem Anlass gestaltete der SV Großaltdorf einen tollen Festwagen, der beim großen Festumzug für Aufsehen sorgte. Der Festwagen kam in den Folgejahren auch noch in Oberaspach und während der 900-Jahre-Feier der Stadt Vellberg zum Einsatz. 

Von 1999 bis 2001 zeigten sich die Großaltdorfer wieder umbau-freudig und erweiterten das Vereinsheim abermals. Neue Umkleidekabinen mit neuen Duschen, ein Büro sowie zahlreiche Sanierungsmaßnahmen werteten das Sportheim im Vergleich zu umliegenden Vereinsheimen deutlich auf. Die 1,1 Kilometer lange Abwasserleitung bis zur Schreinerei Burkard im Ort Großaltdorf verband das gesamte Sportzentrum nun endgültig ordnungsgemäß an das Abwassernetz der Gemeinde. Auch der Schützenverein und der Hundesportverein konnten an diese Druckleitung angebunden werden. 

2001 organisierte der SV Großaltdorf ein großes Fest mitten im Ort. Für das „Lindenfest“ wurde extra die Durchfahrtsstraße gesperrt, sodass einer Hüpfburg und Eisstockschießen auf offener Straße nichts mehr im Weg stand. Aufgrund des hohen Aufwands konnte das Fest trotz Befürworter aus der Bevölkerung nicht wiederholt werden. 

2004 legte der SVG in Sachen Feste jedoch nach und inszenierte durch das Engagement vieler junger Mitglieder das Musical „Tanz der Vampire“. Die hervorragende technische Aufmachung sowie die detaillierten Kostüme der Darsteller sorgten für Begeisterung und riefen eine derartige Nachfrage für Tickets hervor, dass gleich mehrere Wiederholungen in der Festhalle veranstaltet wurden. 

Im Jahr 2006 erreichte der SV Großaltdorf seine bis dahin größte Mitgliederzahl: 720. 

2009 installierte der SVG erneut in Eigenregie eine „kleine“ Flutlichtanlage am neuen Sportplatz (Waldstadion). Diese soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn der alte Sportplatz für das Training gesperrt ist.

2012 entstand in Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen und der Stadt Vellberg eine komplett neue Parkplatzanlage. Gleichzeitig wurde unterhalb des neuen Sportplatzes ein Mehrgenerationen-Spielplatz angelegt. 

2013 feierte der SV Großaltdorf sein 50-jähriges Jubiläum. Wie schon beim 25-jährigen Jubiläum fand das Fest auf dem Sportgelände statt. Den Fußballern gelang mit einer selbst komponierten Vereinshymne ein Überraschungserfolg zum Festakt. 

In den letzten Jahren wurde das Sportheim wiederholt neu gestaltet. Ein moderner Eingang mit behindertengerechten Toiletten lässt die Vereinsgaststätte heute den Spagat zwischen Tradition und zeitgemäßer Architektur vollziehen. Die alten Toiletten im Untergeschoss machten Platz für einen Fitnessraum. 

Neben dem unteren Trainingsplatz legte der SVG gemeinsam mit engagierten Familien eine natürliche BMX-Bahn. Leider konnte sich bis heute kein regelmäßiges Sportangebot auf dieser Bahn realisieren. Die Bahn ist öffentlich zugänglich, unter Einhaltung der geltenden Regelungen. 

Vereinsvorsitzende seit 1963

Aufgeführt sind nur die Vorstände, welche den 1. Vereinsvorsitz inne hatten und haben.

Ab dem Jahr 2009 sind die Vorstände des SV Großaltdorf gleichberechtigt und bilden ein Vorstands-Team.